Ein Tiny House ist ein kleines Haus mit Küche, Bad und Schlafplatz auf deutlich weniger Fläche als ein Einfamilienhaus. Unter dem Begriff Tiny House werden sowohl Häuser auf Rädern als auch gedämmte Gebäude mit verputzter Fassade angeboten. Hier erfahren Sie, wie groß ein Tiny House in der Regel ist, was den Preis bestimmt und ob es sich auch im Winter bewohnen lässt.
Was ist ein Tiny House?
Wie ein Tiny House aussieht und was drin ist
Von außen erinnert ein Tiny House an ein kleines Einfamilienhaus. Je nach Hersteller hat es eine Holzverkleidung oder eine verputzte Fassade, große Fenster und Wände in voller Raumhöhe. Innen finden Sie ein Bad, eine Küchenzeile und einen Hauptraum, der zugleich als Wohnzimmer und Schlafzimmer dient.
Von außen erinnert ein Tiny House an ein kleines Einfamilienhaus. Je nach Hersteller hat es eine Holzverkleidung oder eine verputzte Fassade, große Fenster und Wände in voller Raumhöhe. Innen finden Sie ein Bad, eine Küchenzeile und einen Hauptraum, der zugleich als Wohnzimmer und Schlafzimmer dient.
Eine kleine Grundfläche bedeutet nicht automatisch, dass der Raum beengt wirkt. Entscheidend sind die Wandhöhe und die Größe der Fenster. Verlaufen die Wände über die gesamte Höhe gerade, können Möbel direkt daran aufgestellt werden. Eine verglaste Wand zum Garten lässt den Raum optisch größer wirken. Vom Wohnbereich gelangen Sie direkt auf die Terrasse. Tipps zur Möbelaufteilung und zu Stauraumlösungen finden Sie im Artikel „Wie man ein Tiny House einrichtet“.

Auf Rädern oder auf festem Untergrund
Ein Tiny House auf Rädern steht auf einem Fahrgestell und lässt sich abtransportieren. Breite und Gewicht werden dabei durch das Fahrgestell begrenzt. Deshalb sind solche Modelle meist schmaler und verfügen über eine dünnere Dämmung. In ihrer Bauweise ähneln sie einem Bauwagen.
Ein Tiny House auf festem Untergrund ist dauerhaft am Standort verankert und nicht durch die Maße eines Anhängers begrenzt. Dadurch finden ein normales Bett und ein vollwertiges Bad Platz und die Wände können für die Nutzung im Winter stärker gedämmt werden.
Wofür man ein Tiny House nutzt
Bevor Sie ein Modell auswählen, sollten Sie klären, wofür das Haus genutzt werden soll. Davon hängen Dämmung und Grundriss ab. Beides lässt sich später nur schwer ändern.
- Wochenendhaus. Am Wasser oder in den Bergen dient es als kleines Ferienhaus. Während der Saison können Sie darin übernachten, im Winter bleibt es geschlossen.
- Ganzjähriges Wohnen. Mit ausreichender Dämmung kann ein Tiny House für ein bis zwei Personen als kleines Wohnhaus genutzt werden.
- Gäste oder zwei Generationen. Gäste haben einen eigenen Eingang und ein eigenes Bad und müssen nicht im Wohnzimmer übernachten. Ebenso kann das Tiny House dauerhaft als separater Wohnbereich für ein erwachsenes Kind oder die Eltern dienen, ohne das bestehende Haus umbauen zu müssen.
- Büro oder Atelier. Der Arbeitsweg führt nur durch den Garten. Nach Feierabend schließen Sie einfach die Tür hinter sich.
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Unterkunft oder kleiner Betrieb. Bei einem Weingut oder einer Pension können Sie auch mehrere Tiny Houses auf einem Grundstück aufstellen. Ein Friseur- oder Kosmetikstudio kann in einem eigenen Tiny House betrieben werden, ohne dafür Räume im Stadtzentrum mieten zu müssen.
Wie groß ein Tiny House ist
Ein Tiny House hat keine fest vorgegebene Größe. Die kleinsten gedämmten Modelle am Markt haben rund 25 m² und bestehen aus einem Raum mit Bad. Ab etwa 35 m² finden auch ein separates Schlafzimmer und ein Wohnbereich mit Küchenzeile Platz.
Beim Vergleich sollten Sie auf zwei unterschiedliche Flächenangaben achten. Die bebaute Fläche umfasst den äußeren Umriss des Gebäudes einschließlich der Wände. Je nach Ausführung kann auch eine überdachte Terrasse dazugehören. Die Nutzfläche bezeichnet dagegen die tatsächlich nutzbare Fläche im Inneren. Wer beide Angaben verwechselt, stellt bei der zuständigen Behörde womöglich fest, dass das Gebäude größer ist als gedacht.
Auch baurechtlich spielt die Größe eine Rolle. Welche Vorgaben gelten und welches Verfahren erforderlich ist, hängt vom Bundesland, vom Standort und vor allem von der Nutzung ab. Ein Tiny House zum Wohnen wird dabei anders beurteilt als ein reines Garten- oder Gerätehaus.
Was ein Tiny House kostet
Den Preis bestimmen vor allem die Größe und die Stärke der Dämmung. Hinzu kommen Ausstattung wie Küche und Bad sowie die Frage, ob Innenwände bereits im Lieferumfang enthalten sind. Für ein gedämmtes Tiny House, das ganzjährig bewohnt werden kann, sollten Sie mit einem Betrag im niedrigen fünfstelligen Eurobereich rechnen. Ein Bauwagen kostet etwa 5.000 bis 15.000 €. Bei Komfort und Dämmung bestehen jedoch deutliche Unterschiede.
Prüfen Sie bei jedem Angebot genau, welche Leistungen im Preis enthalten sind. Transport, Montage und Innenwände sind je nach Anbieter bereits enthalten oder werden zusätzlich berechnet. Nur wenn Sie denselben Leistungsumfang vergleichen, sind auch die Preise wirklich vergleichbar.
Wie ein Tiny House entsteht
Welche Bauweise infrage kommt, hängt vom gewählten Typ ab. Es gibt vier Möglichkeiten, die sich unter anderem bei Montagezeit und Zufahrt zum Grundstück unterscheiden.
- Auf Rädern. Das Tiny House wird vollständig in der Werkstatt gebaut und fertig auf einem Anhänger zum Grundstück gebracht.
- Modulbau. Das Tiny House wird in einem oder zwei Teilen per Lkw geliefert und mit einem Kran an seinem Standort aufgestellt. Dafür benötigen Sie eine geeignete Zufahrt für Lkw und Kran.
- Paneelbau. Die einzelnen Bauteile werden zum Grundstück geliefert und dort montiert, in der Regel innerhalb weniger Tage.
- Eigenbau. Die Holzkonstruktion wird direkt vor Ort von Grund auf errichtet. Das ist die günstigste, aber auch zeitaufwendigste Variante.
Bei den ersten drei Varianten wird auf dem Grundstück nicht gemauert, und Sie müssen nicht warten, bis Mörtel oder Mauerwerk getrocknet sind. Einen geeigneten Untergrund brauchen Sie jedoch bei jeder Bauweise. Für ein Tiny House auf Rädern reicht eine ebene, befestigte Fläche, auf der es nicht einsinken kann. Ein fest aufgestelltes Tiny House steht beispielsweise auf einer Betonplatte, Streifenfundamenten oder Erdschrauben. Untergrund sowie Anschlüsse für Strom, Wasser und Abwasser müssen vorbereitet sein, bevor die Bauteile geliefert werden.
Wann man in einem Tiny House ganzjährig wohnen kann
Ob ein Tiny House ganzjährig genutzt werden kann, hängt vor allem von der Dämmung ab. Für die saisonale Nutzung reicht eine geringere Dämmstärke, für den Winter benötigen Sie eine stärkere Dämmung. Dasselbe gilt für das Dach, über das viel Wärme verloren geht. Die Dämmstärke wählen Sie bei der Bestellung und können sie später nur schwer verändern.
Achten Sie auch darauf, wie die Dämmung in den Wänden ausgeführt ist. Ist sie Bestandteil des Paneels, ist die Dämmwirkung über die gesamte Fläche gleichmäßig. Liegt sie dagegen zwischen den Ständern einer Holzkonstruktion, ist die Dämmung an diesen Stellen geringer. Dort kann sich im Winter an der Innenseite Feuchtigkeit niederschlagen. Angaben dazu finden Sie im technischen Datenblatt.
Ebenso wichtig ist der Boden. Über den Untergrund kann ähnlich viel Wärme verloren gehen wie über die Wände. Eine Betonplatte lässt sich nur vor dem Gießen sinnvoll dämmen, später ist sie kaum noch zugänglich. Ein gut gedämmtes Tiny House mit kleiner Grundfläche lässt sich dagegen schnell und günstiger beheizen als ein ganzes Haus.
GARDEON-TIPP: Ein Tiny House lässt sich am besten vor Ort beurteilen. In unserem Showroom können Sie sich ein echtes Tiny House ansehen, darin Platz nehmen und die Materialien anfassen. Wenn der Weg zu uns zu weit ist, kommt jemand aus unserem Team im Rahmen des Services „GARDEON bei Ihnen zu Hause“ zu Ihnen, berät Sie bei der Platzierung und bringt Muster mit. Die Preise für Tiny Houses von GARDEON beginnen bei 25.000 €. Die einzelnen Modelle finden Sie in unserer Preisliste. Wenn Sie Unterstützung bei der Auswahl benötigen, kontaktieren Sie uns gerne.
























